reformiert.lokal 05.02 - Pfingsten - ein Geist der Einheit

reformiert. (Foto: Kirche Schweiz): Logo der Zeitung reformiert.
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Die neuste Ausgabe der Gemeindeseite reformiert.lokal der Kirchgemeinden Hombrechtikon und Stäfa finden Sie in Ihrem Briefkasten.
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Leitartikel - Pfingsten - ein Geist der Einheit

Wer in die Apostelgeschichte (Kapitel 2) schaut, findet dort den Bericht von einem seltsamen Ereignis. Es führt dazu, dass Menschen, die vorher aneinander vorbei redeten, sich plötzlich verstehen. Dieses Pfingstwunder ereignet sich in der Kirchengeschichte immer wieder. Etwa wenn heutzutage Christen aus allen Konfessionen sich in der ökumenischen Bewegung zusammen finden, um ihre Einheit im Bekenntnis zum auferstandenen Christus zu feiern. Ein wichtiger Wegbereiter dieses gegenseitigen Verstehens durfte jüngst in Gottes Ewigkeit heimgehen. Gemeint ist Prof. Dr. Hans Küng – übrigens der Götti und Cousin einer unserer engagiertesten und konstruktiv kritischsten Freiwilligen innerhalb der Stäfner Kirchgemeinde.

Das Pfingstwunder der Einheit erwarten wir in Stäfa und Hombrechtikon nun auch für den gemeinsamen Weg unserer Kirchgemeinden. Als Mitarbeitende und Pfarrteam gehen wir dabei mit grosser Offenheit füreinander voran. Lange vor dem 1. Januar 2022 werden wir uns als «gemeinsamer Pfarrkonvent» in der Öffentlichkeit präsentieren und zusammen wirken. Und bereits in wenigen Wochen werden Mitarbeitende aus Hombrechtikon und Stäfa ihre Arbeit für 2022 auf einer Retraite gemeinsam planen. Als professionell handelnde Akteure stellen wir uns der herausfordernden Aufgabe, Wunden zu verbinden, die in den vergangenen Wochen und Monaten leider aufgerissen wurden. Dabei geben wir uns keinen Illusionen hin. Natürlich sind wir auf Unterstützung von allen Seiten angewiesen.

Offenheit, und dazu gehört bekanntlich auch die Bereitschaft, sich für eigenes Fehlverhalten zu entschuldigen, lassen sich nun einmal nicht delegieren. Aber trauen wir dem Geist Gottes ruhig eine Menge zu. Wer von ihm ergriffen wird, ist nicht darauf erpicht, um jeden Preis sein Gesicht wahren zu müssen. Im Gegenteil: Verrücktheit und unorthodoxes Verhalten sind angesagt! Das zeigt die Pfingstgeschichte in fast humoristischer Weise.

«Die sind doch besoffen!» (Apg. 2,13) kommentieren die hochanständigen, aber geistlosen Randsiedler das unfassbare Pfingstgeschehen in Jerusalem. Sei’s drum! Gottes Geist wirkt eben unverfügbar, souverän und charismatisch. Er tritt in Aktion ubi et quando visum est Deo! («wo und wann Gott es will!»). Ich bin gespannt auf die gemeinsame Sprache, die uns der Pfingstgeist in Hombrechtikon und Stäfa schenken wird! Gesegnete Festtage!

Michael Stollwerk, Pfarrer

Pfarrer Dr. of Ministry (Washington D.C.)
Michael Stollwerk
Eichstrasse 88
8713 Uerikon

044 926 15 66


Frühere Ausgaben:
Ab Februar 2020 wurde der Name der Gemeindeseiten von reformiert.stäfa auf reformiert.lokal geändert.


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