reformiert.lokal 01.02 - In vino veritas - Wider den nüchternen Alltag

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Leitartikel - In vino veritas - Wider den nüchternen Alltag

In dem Ort in Galiläa, das sich als das biblische Kana verkauft, finden sich für israelische Verhältnisse sehr viele Weingeschäfte. Das kleine Örtchen ist voll von Shops, die den «Jesus’ first miracle cana wedding wine» verkaufen, also den «Wein des ersten Wunders Jesu bei der Hochzeit zu Kana». In dieser grossartigen Erzählung berichtet der Evangelist Johannes (Joh 2,1-11) davon, wie Jesus die Peinlichkeit des Mangels an Wein bei einer Hochzeit beseitigt, indem aus 600 Litern Wasser plötzlich 600 Liter Wein werden. Die Leute sind schon feuchtfröhlich angetrunken, 600 Liter mehr können aber nicht schaden, zumal dieser Wein noch viel besser ist als der, der schon getrunken wurde. Jesus macht viel Wein für eine bereits angetrunkene Hochzeitsgesellschaft.

Jesus war anscheinend kein Mensch, der mit grimmigem Gesicht an einer feuchtfröhlichen Gesellschaft vorüberging. Im Gegenteil, er wird ja von den Pharisäern selbst als «Fresser und Säufer» bezeichnet.

Diesem Jesus nachzufolgen ist also keine nüchterne, freudlose Angelegenheit. Denn er ist einer, der das Leben durch und durch bejaht hat und denen, die ihm nachfolgten, nicht nur das tägliche Brot gönnte, sondern, man lese und staune, auch Feste, Geselligkeit und (viel) Wein – kurz, Leben in Fülle. Und so darf man diese Passage durchaus auch allegorisch verstehen. Denn Jesus, der sich übrigens in Joh 15,6 als den «wahren Weinstock» bezeichnet, ist für die, die an ihn glauben, selbst das Leben in Fülle.

Die von einer Pandemie geprägte Zeit ist durch die Schliessung von Restaurants, Kultureinrichtungen u.v.m. und vor allem durch das «Distancing» alles in allem sehr nüchtern geworden. Aber vergessen wir nicht: Da ist – auch, wenn Wein und Festfreude gerade einmal fehlen – Leben in Fülle. Dieses Leben in Fülle hat sich uns in Jesus Christus erschlossen, Wahrheit die befreit, erneuert und zur Freude in Fülle führt.

Monika Götte, Pfarrerin

Monika G&ouml;tte <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Foto:&nbsp;Lisbeth&nbsp;Grimm)</span>
Pfarrerin Dr. theol.
Monika Götte
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8712 Stäfa

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Frühere Ausgaben:
Ab Februar 2020 wurde der Name der Gemeindeseiten von reformiert.stäfa auf reformiert.lokal geändert.


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