reformiert.lokal 06.01 - Die unendliche Geschichte

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Leitartikel - Die unendliche Geschichte

Mit Pfingsten fängt die Geschichte der Jünger*innen Jesu erst richtig an. Sie sind nicht nach einem erfüllten Leben in froher Gewissheit alt und zufrieden in ihren Betten gestorben, auch, wenn ihnen das zu gönnen gewesen wäre. Der Geist Gottes kam wie Feuerzungen auf sie herab und sandte sie, die frohe Botschaft zu verkündigen (s. Apg. 2). Der Heilige Geist machte aus ihnen gleichsam neue Menschen (s. Joh 20,22 bzw. Gen 2,7) mit einer neuen, alles verändernden Hoffnung.

Die Begeisterung über das Evangelium steckte viele an und tut es noch heute. Doch auch das ist kein Happy End. Die Jünger*innen, die vom Geist verändert wurden und ein neues Leben im Glauben anfingen, wurden gefangengenommen, verfolgt, hingerichtet, erfuhren Rückschläge und Ablehnung – kein erfolgreiches Leben mit persönlicher Verwirklichung und persönlichem Glück, kein Leben, auf das irgendjemand vernünftigerweise hoffen würde.

Und doch war da was, was tiefer ging: sie hatten echte Hoffnung. Die ersten Glaubenden bewerteten ihr Leben und ihre Beziehung zu Gott nicht danach, wie gut es gerade ging. Sie wussten, egal was passiert, die Geschichte ist nicht zu Ende. Auch für uns gilt das und gerade in ungewissen Zeiten, denn Christen bauen ihre Hoffnung nicht auf die eigene Kraft oder Macht, nicht auf den Franken und auch nicht auf Virologen – sondern auf den Gott des leeren Grabes.

Unsere Gesundheit, unsere Beziehungen, unser Reichtum, alle guten Dinge in unserem Leben sind vergänglich, genauso wie auch unser Leid, unsere Sorgen und unsere Schuld. Was bleibt ist, was der Heilige Geist den Jünger*innen damals offenbart hat und es uns auch heute noch offenbart: Nämlich eine Hoffnung, die weit über unser eigenes Leben und die sichtbaren Dinge hinausgeht, die Hoffnung auf die unendliche, nie endende Liebe Gottes.

Römer 8,14: «Denn die vom Geist Gottes getrieben werden, das sind Söhne und Töchter Gottes». 15: «Ihr habt doch nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, um wiederum in Furcht zu leben; nein, ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!» 16: «Eben dieser Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind».

Monika Götte, Pfarrerin

Monika Götte
Pfarrerin Dr. theol.
Monika Götte
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8712 Stäfa

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